Die Brustverkleinerung, auch als Mammareduktionsplastik bekannt, ist ein Verfahren, bei dem überschüssiges Brust- und Drüsengewebe entfernt wird, um eine Anpassung der Brustgrösse an Ihre Körpergrösse und -form zu erreichen. Hierdurch werden die Beschwerden an den Schultern und der Wirbelsäule gelindert, die oft mit unverhältnismässig grossen Brüsten einhergehen.
Es kann viele Gründe für eine Zunahme von Brustgewebe und Brustgrösse geben, z.B. nach Menopause oder Schwangerschaft. Nach der Schwangerschaft schrumpft das Drüsengewebe der Brust erheblich, so dass eine Straffung der Haut und des Drüsengewebes notwendig ist, um eine schöne und straffe Brustform wiederherzustellen.
Mit PD Dr. med. Farid Rezaeian und Dr. med. Martina Schneider finden Sie an der clinic utoquai erfahrene Experten für plastische Brust-OPs. Sie führen sowohl Brustvergrösserungen als auch Brustverkleinerungen oder Brustrekonstruktionen, etwa nach einer Krebsbehandlung, durch.
Die jahrelange Erfahrung und Expertise unserer Ärzte im Bereich der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie erweitern sie ständig durch Weiterbildungen.
Geprüft durch den Autor: Die Inhalte auf dieser Seite wurden von PD Dr. med. Farid Rezaeian geprüft und beruhen auf den höchsten medizinischen Standards der Plastischen Chirurgie.
Inhaltsverzeichnis
Fachbegriff: Mammareduktion, Brustreduktionsplastik
Art der Narkose (Anästhesie): Vollnarkose
Eingriffsdauer (Operationszeit): 2 bis 2.5 Stunden
Klinikaufenthalt: ambulant oder 1 Übernachtung
Nachbehandlung: bügelfreier Sport-BH für 6 Wochen
Gesellschaftsfähig: nach ca. 1 Woche
Arbeitsfähig: 1–2 Wochen (je nach körperlicher Belastung)
Schonzeit: ca. 6 Wochen
Preis: ab 14.000 CHF
In einem ersten Beratungsgespräch können Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen zum Ergebnis vertraulich mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Der Eingriff wird auf ambulanter Basis durchgeführt, so dass Sie, falls Sie wünschen, am gleichen Tag wieder nach Hause können. Wichtig ist, dass ein Konsens zum postoperativen Ergebnis gefunden wird. Nicht immer gehen die Vorstellungen der Patientin mit den medizinischen Möglichkeiten d’accord. Auch die nötige Schnittführung und der Narbenverlauf werden im Beratungsgespräch erklärt.
Die Mammareduktionsplastik erfolgt auf ambulanter Basis und unter einer leichten Vollnarkose. Als ambulanter Patient können Sie noch am gleichen Tag nach Hause zurückkehren, falls Sie dies wünschen.
In Abhängigkeit von der Grösse der Brust wird entweder eine vertikale (narbensparende) Schnittführung gemacht, um eine horizontale Narbe in der Brustumschlagfalte zu vermeiden, oder aber bei grossem Hautüberschuss eine kleine T-förmige Schnittführung durchgeführt. Hierbei wird auch die Brustwarze neu ausgerichtet, was mit einer minimalen kreisförmigen Narbe am Rand der Brustwarze einhergeht. Während der Brustverkleinerung werden sowohl Haut wie Teile des mittleren Drüsenkörpers entfernt.
Je nach Grösse der Brust werden verschiedene Schnittführungen angewendet. Selbstverständlich achten wir dabei darauf, immer so wenig Schnitte wie möglich zu setzen. In manchen Fällen ist es möglich, mit der besonders narbensparenden Variante zu arbeiten. Dann wird nur ein vertikaler Schnitt von der Brustwarze zur Brustumschlagfalte gesetzt, ggf. wird die Brustwarze zirkulär ausgeschnitten und nach oben versetzt. Diese Methode wird auch I-Schnitt genannt. Bei grossem Hautüberschuss muss viel Gewebe entnommen werden. Dann wird die Lejour/Hall-Findely-Methode angewendet, bei der ein horizontaler sowie vertikaler Schnitt, auch T-Schnitt genannt, gesetzt und die Brustwarze nach oben versetzt wird.
Auch wenn die Brustverkleinerung in der Schweiz ambulant durchgeführt werden kann, braucht Ihr Körper Zeit, um sich zu erholen und heilen zu können. Nach der Operation erhalten Sie einen Verband und Kompressions-BH, der in dieser Zeit auch durchgängig getragen werden sollte. Er unterstützt das Gewebe in seiner neuen Form und hilft durch die Kompression, Schwellungen zu reduzieren.
Die ersten 14 Tage nach dem Eingriff sollten Sie die Narben vor Zug schützen und die Oberarme möglichst vorsichtig bewegen. Wir empfehlen, nicht auf dem Bauch oder der Seite zu schlafen und den Oberkörper zum Schlafen möglichst leicht erhöht zu positionieren. In der ersten Woche auftretende Schmerzen können leicht mit Schmerzmedikation kontrolliert werden.
Wir verwenden selbstauflösende Fäden, so dass ein Fadenzug entfällt. Sie sollten nach Abheilen der Wunde mit der Narbenpflege beginnen. Nach ca. 6 – 12 Monaten ist die vollständige Heilung abgeschlossen. So lange sollten Sie auf UV-Strahlung, egal ob durch Sonne oder Solarium, verzichten. Die Narben könnten sich sonst verfärben.
Sie sollten die Arme nicht über Schulterhöhe heben, da diese Bewegung die Nähte belastet. Wann Sie wieder arbeitsfähig sind, hängt demnach auch von Ihrer Tätigkeit an. Leichte Bürotätigkeiten sind demnach schneller wieder möglich als körperlich anspruchsvolle Jobs. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird nur bei medizinisch indizierten Eingriffen ausgestellt.
Auf Sport sollten Sie mindestens 6 Wochen nach der Brustverkleinerung verzichten, um die Nähte nicht zu früh wieder zu belasten. Besonders Bewegungen der Arme sollten nur vorsichtig und langsam ausgeführt werden.
Auf Grund des Umfangs des Eingriffs kommt es häufig zu Schwellungen, so dass die endgültige Form oft erst nach ca. 6 – 12 Monaten zu erkennen ist. In dieser Heilungsphase verändert sich die Brust noch und „setzt“ sich wieder. Die Narbenheilung ist auch erst nach 6 – 12 Monaten abgeschlossen, so dass kleinere Verhärtungen oder Schwellungen auch hier erst noch auftreten können. Auch verblasst die Narbe über den Heilungsverlauf zusehends. Nach der Operation ist also etwas Geduld gefragt.
Unsere Honorare basieren auf Art und Umfang des chirurgischen Eingriffs (leichte Allgemeinanästhesie, Narkose oder örtliche Betäubung).
Die Kosten werden vorher ausführlich mit der Patientin besprochen und sind als Fallpauschale zu verstehen. Sie enthalten Anästhesie, OP-Benützung, Kompressionsanzüge und alle weiteren damit zusammenhängenden Kosten.
Im Allgemeinen übernehmen Krankenkassen die Kosten für eine Brustreduktion nicht, es sei denn, verschiedene medizinische Kriterien sind erfüllt, wie zum Beispiel: dokumentierte chronische Rücken- und Nackenbeschwerden, normales Körpergewicht und wenn jeweils mindestens 500 g Brustgewebe von jeder Seite entfernt werden kann. Die große Mehrheit der Brustverkleinerungen wird nicht von den Krankenkassen übernommen, wenn die oben genannten Kriterien nicht erfüllt sind, da die Operationen ansonsten als kosmetische Eingriffe betrachtet werden.
Preis für Brustverkleinerung: ab 14.000 CHF